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04-08-2011
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Die internationale Mediation

Die moderne Gesellschaft zeichnet sich durch immer mehr grenz- und kulturüberschreitende Beziehungen aus. Statistiken zeigen, dass es in Europa eine steigende Zahl von binationalen Partnerschaft und Kindern gibt.

Diese binationalen Beziehungen sind ein Spiegelbild der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung in Europa. Solche Partnerschaften gibt es nicht nur zwischen einem einheimischen und einem zugezogenen Partner, sondern auch vermehrt zwischen zwei zugezogenen Partnern unterschiedlicher Nationalität. Die immer weiter wachsende Mobilität sorgt dafür, dass diese Ehen teilweise nur für einen begrenzten Zeitraum in einem Land heimisch sind.

In diesen Ehen steigt die Gefahr, dass unterschiedliche kulturelle und gesellschaftliche Hintergründe zu Missverständnissen führen, die im Falle eines Scheiterns der Beziehungen zu einer Verschärfung der Konflikte führen können.

Ein Teil der Probleme rührt daher, dass die Beteiligten oft nicht rechtzeitig über ihre Rechte und ihre Pflichten im Rahmen einer binationalen Partnerschaft informiert werden. Kenntnisse über eine mögliche Mediation könnten beispielsweise den Beteiligten helfen, Zeit sowie auch Geld zusparen. Ziel ist es nicht mehr gegeneinander zu kämpfen sondern zusammen eine Lösung für eine neue Konstellation zu finden.

Bei der internationalen Mediation können zwei unterschiedliche Vorgehensweisen unterschieden werden:

  • In hocheskalierten Fällen, wie beispielsweise Kindesentführungen empfiehlt die Organisation MIKK (www.MIKK-ev.de) das die Mediation in so genannter Komediation, d.h. mit zwei Mediatoren durchgeführt werden soll. Dabei sollten idealtypischer Weise die Mediatoren jeweils aus den verschiedenen Herkunftsländern der beteiligten Parteien kommen und beide Sprachen sprechen sowie die Kultur des jeweiligen anderen Landes kennen. Einer von beiden sollte eine juristische und der andere eine pädagogische Ausbildung haben. Außerdem wird die Komediation von einer Mediatorin und einem Mediator durchgeführt
  • Die Mediation kann aber auch nur von einem Mediator durchgeführt werden, der beide beteiligten Kulturen und die Sprachen kennt. Dies eignet sich besonders für weniger konflikthafte Fälle

Die Ausbildung und die Kenntnis der Sprache ermöglichen es bei der internationalen Mediation dem Mediator oder den Mediatoren sich in der jeweiligen Sprache der Medianten verständlich zu machen. Es ermöglicht den Medianten ihre Bedürfnisse ohne sprachliche Barriere zu artikulieren und sich verständlich zu machen. Dies gibt ihnen die Sicherheit, dies von fundamentaler Bedeutung ist, besonders in emotionsgeladenen Diskussionen. Um diese Bedürfnisse in einer Diskussion auch für den anderen Medianten verständlich zu machen, hilft ebenfalls die gute Kenntnis des kulturellen Hintergrundes seitens der Mediatoren.